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zeit auf kur zu gehen!

Lenke Petzold, Designerin und Initiatorin der Kampagne Modeprotest steht uns Rede und Antwort zu ihrer Aktion Klamottenkur.

 

Die Klamottenkur soll dabei helfen, die eigene Minimalgarderobe im persönlichen Kleiderschrank zu finden: Sieben Wochen im Jahr – meist während der Fastenzeit – erinnert die Kampagne Modeprotest an die Klamottenkur, sich auf die 50 liebsten und wichtigsten Kleidungstücke zu besinnen.

Hallo Lenka,  stellst Du euch und euer Projekt kurz vor? Wer seid ihr eigentlich?

 

Wir sind Initiatorinnen der Kampagne Modeprotest. Mit dieser Kampagne wollen wir eine Protestbewegung auslösen, die Einzelpersonen befähigt, den Gewohnheitskonsum umzustellen. Unsere Strategie setzt auf Selbstbeteiligung.

 Statt nur auf Siegel und Zertifikate zu vertrauen, ermutigen wir, Einkäufe zu reflektieren und eigene Standards zu entwickeln.

Weniger zu konsumieren ist unser vorrangiges Ziel, ist dies doch ein relevanter Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig gilt es auf hohe Produktionsstandards zu achten und entsprechend hergestellte Produkte zu bevorzugen. Verschiedene Aktionen ermöglichen auch kurzfristig andere Wege im Kleidungskonsum zu üben und zu beschreiten, eine davon ist eben die Klamottenkur.

 

Und warum macht man das?

 

Ziel der Klamottenkur ist es, den Umgang mit einer reduzierten Garderobe zu üben. Dabei ist erlaubt, was Spaß macht, eine kleine Herausforderung darstellt und für die eigene Lebenssituation Sinn macht. Bei einem riesigen, unüberschaubaren Kleiderschrank kann die reine Reduktion und das (Aus-) Sortieren Thema genug sein. Bei eingeschränkten Möglichkeiten und einem kleinen Budget kann die Zeit helfen, den eigenen Bedarf zu reflektieren und zukünftige Anschaffungen sinnvoll zu planen. Bei stark trendorientierten KäuferInnen kann die Klamottenkur helfen, den eigenen Stil zu fokussieren. Mit einer temporären Garderobe, die 50 Teile zählt, können viele Ziele erreicht werden.

 

Wie nähert man sich dem Projekt, was rätst Du AnfängerInnen?

 

Gestartet in die Kurzeit wird vor dem eigenen Kleiderschrank. Sind FreundInnen vielleicht gleich mit dabei, dann können sie bei der Auswahl helfen. Die Kur-Garderobe ist eine 50-Teile-Minimalgarderobe aus dem persönlichen Kleiderschrank. Zu den absoluten Favoriten gehören unverzichtbare Basics und Teile für besondere Anlässe. Dabei entscheidet jeder und jede selbst, welche Kleidungsstücke er oder sie benötigt.

 

Verstanden! Jede/r entscheidet selbst, aber wie sieht so eine Kur-Garderobe zum Beispiel aus, damit man auch gut über die Zeit kommt?

 

Bewährt hat sich hier folgende Zusammenstellung:

Shirts, Tops                                                                   8

Pullover, Longsleeves                                                5

Hosen, Strumpfhosen, Leggins                                4

Unterwäsche                                                               10

Strümpfe                                                                      10

Schuhe, Stiefel                                                            2

Rock, Kleid                                                                   2

BH                                                                                  2
Blazer, Anzugjacke                                                     2

Hemd                                                                            2
Jacke, Mantel                                                              2

Mütze, Schal, Handschuhe als Set                          1

 

 

Wie sind denn so die Rückmeldungen?

 

Sehr gut. Die Klamottenkur gibt es nun schon seit 2012. In Köln, Jena, Hamburg, Berlin, Dortmund und bei uns in München haben sich sogar Gruppen für lokale öffentliche Veranstaltungen zusammengefunden.

 

Worauf setzt Ihr 2017 Euren Schwerpunkt?

 

Wir betonen dieses Jahr, dass es nicht ausreicht sich sieben Tage, sieben Wochen oder sieben Jahre einem bewussten und reduzierten Bekleidungskonsum zu verschreiben. Es braucht ein Bekleidungskonzept, das persönlich mindesten 70 Jahre und länger für zukünftige Generationen standhält, und dieses kann Jeder und Jede mit der Klamottenkur ganzjährig vor dem persönlichen Kleiderschrank ausprobieren und feinjustieren!         

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